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Die Bevölkerung Transkarpatiens



Gemäß den Angaben der letzten Volkszählung von 1989 beträgt die Einwohnerzahl von Transkarpatien 1.252.300. Die Hauptstadt Transkarpatiens Uschhorod hat ca. 120 000 Einwohner. Die Bevölkerungsdichte beträgt im Durchschnitt 98 Personen pro Quadratkilometer. Die Landbevölkerung dominiert mit 754.400 Menschen (58%), die Stadtbevölkerung beträgt 522. 300 Menschen(42%).Ungefähr 665.500 Personen sind weiblich, ca. 621 000 männlich. In der Zeit von 1959 bis 2000 ist die Bevölkerung Transkarpatiens um 1,4fach gestiegen. Den höchsten Zuwachs war in Rayons Uschhorod, Tjatschiw, Mukatschiw, Chust und Wynohradiw. Die Einwohnerzahl dieser Städte beträgt mehr als 100 000. Den geringsten Zuwachs verzeichnet die Bergregion Welykyj Beresnyj und die Ebene bei Berehowo.

Zur Zeit gibt es in der Oblast 712 000 arbeitsfähige Menschen, darunter 540 000 haben die Arbeit, 80 000 sind als Saisonarbeiter unterwegs, 17 000 arbeitslos, ausserdem gibt es in der Oblast 240 000 Rentner, 36 000 Familien mit Kindern, 44 000 behinderte Menschen, 40 000 alleinstehende Menschen.

Insgesamt leben in Transkarpatien 76 verschiedene Nationalitäten:
1. UKRAINER: 78,4 % oder 976 479 Menschen, sie bewohnen den größten Teil Transkarpatiens. Etnographisch werden die transakarpatischen Ukrainer in 4 Untergruppen geteilt: Bojken(oder Werchowyner) bei Wolowez und Mischhirja; Lemken im Rayon Welykyj Beresnyj, Huzulen im Rayon Rachiw und Dolynjany (Talbewoner) auf dem Flachland und Vorgebirge.
2. UNGARN: 12,5% oder 155 711 Menschen: Rayons Berehowo, Wynohradiw, Uschhorod, Chust;
3. RUSSEN: 4% oder 49 458 Personen in Uschhorod, Mukatschiw, Swaljawa, Tschop;
4. RUMäNEN: 2,4 % oder 29 485 bei Solotwyno;
5. ROMA: 1% oder 12 131 in Uschhorod, Berehowo, Swaljawa, Korolewo, Mukatschiw, Wylok;
6. SLOWAKEN: 0,6 % oder 7 329 Personen bei Uschhorod, Swaljawa, Peretschyn;
7. DEUTSCHE: 0,3 % oder 3 478 Menschen in Pawschyno(Pausching), Palanok, Synjak(Blaubad), Ust-Tschorna(Königsfeld), Tjatschiw, Nimezka Mokra (Deutsch Mokra).
8. JUDEN: 0,2 % oder 2 639 in Uschhorod, Mukatschiw, Chust;
9. WEISSRUSSEN: 0,2 % oder 2 521 in Uschhorod, Mukatschiw;
10.TSCHECHEN, POLEN, ITALIENER, ARMENIER, GEORGIER UND ANDERE NATIONALITäTEN 0,6 % , etwa 2 000 Menschen in Uschhorod, Mukatschiw, Chust, Rachiw.
Es ist auch wichtig zu erwähnen, welche Stämme und Völker das Territorium unserer Region in den letzten Jahrtausenden besiedelt haben:
die Skiphen im 7. Jh. v. Chr.,
die Kelten im 5.-1. Jh. v. Chr.,
die Sarmathen im 1. Jh. n. Chr.,
die Daker im 1. Jh. v. Chr. bis 1. Jh. n. Chr.,
die Römer im 2. Jh. n. Chr.,
die Goten im 2. Jh. n. Chr. ,
die Burgunden im 3. Jh.,
die Wandalen im 3. Jh.,
die Hunnen im 4.Jh.,
die Awaren im 6.-7. Jh.,
die Bulgaren im 9. Jh.,
die Morawen im 9. Jh.
Oben war es schon erwähnt, dass es in zwei letzten Jahrhunderten aus unserer Region über 400 000 Menschen ausgewandert sind. Zur Zeit wohnen die Transkarpatier und ihre Nachkommen auf fast allen Kontinenten der Welt. Es folgen Angaben (aus ausländischen Quellen) über die Wohnorte der ukrainischen Ruthenen aus Transakarpatien, die im Ausland leben:
EUROPA: Ungarn 3 000, Slowakei 30 000 , Tschechien 12 000, Polen 60 000, Kroatien 5 000, Serbien 25 000, Rumänien 20 000. Eine große Menge der Auswanderer aus Transkarpatien wohnen in Osterreich, Deutschland, Moldawien, Weißrussland und Russland.
ASIEN: Viele Auswanderer leben in Israel.
AMERIKA: in den USA sind 620 000 ukrainische Auswanderer, in Kanada 200 000. Viele leben in südamerikanischen Ländern wie z.B. Argentinien und Brasilien.
AUSTRALIEN: 2 500 Ukrainer.

Fürst Rostyslaw (846-870) hat die Grundlagen für den ukrainischen Staat gelegt. Er hat den byzantinischen Kaiser gebeten, ihm Priester zu schicken um die Gottesdienste in slawischer Sprache halten zu können. Der Kaiser schickte ihm Kyryllos und Methodios. 988 trat der Großfürst von Kyjiw Wolodymyr zum Christentum über, es folgte ihm der ganze Staat Kyjiwer Rus nach. Gerade die Kirche hat die feudale Staatsordnung unterstützt. Die Bevölkerung der Region hatte die Beziehungen zum Westen und zum Osten gleichermassen gepflegt. Der Fürst Korjatowytsch aus Podolien gründete das orthodoxe Kloster in Mukatschiw, und die italienischen Grafen Drugetti brachten Jesuiten nach Transkarpatien. Nachdem das byzantinische Reich geschwächt war, traten die Beziehungen zum westlichen Christentum in den Vordergrund. Das hatte wesentlichen Einfluss auf die christliche Kultur. Außer der spezifischen Einteilung nach nationalen Eigenschaften ist die Bevölkerung der Oblast von Vertretern verschiedener Religionsrichtungen und Konfessionen geprägt.
Einige von ihnen sind eingetragen:
1. Ukrainische orthodoxe Kirche (Patriarchat in Moskau).
2. Ukrainische orthodoxe Kirche (Patriarchat in Kyjiw).
3. Ukrainische autokephale Kirche. 4. Russische orthodoxe Kirche.
5. Die orthodoxe Gemeinde für alte Bräuche(Erlaubnis ohne Popen).
6. Griechisch-katholische unierte Kirche von Transkarpatien.
7. Römisch-katholische Kirche von Transkarpatien.
8. Reformierte Kirche. 9. Adventisten des siebten Tages.
10. Christen des siebten Tages Samstags.
11. Adventisten-Reformaten.
12. Evangelische Christen-Baptisten.
13. Die Vereinigung der freien Kirchen für Christen des evangelischen Glaubens der Ukraine.
14. Methodisten.
15. Die Vereinigung der Christen evangelischen Glaubens der Ukraine (Fünfziger).
16. Die Vereinigung der Christen evangelischen Glaubens.
17. Jehovas Zeugen.
18. Neuapostolische Kirche.
19. Kirche des "Lebendigen Gottes".
20. Kirche des "Lebendigen Glaubens".
21. Kirche "Sammlung des Neuen Testaments".
22. Kirche von Jesus Christus der letzten Tage (Mormonen).
23. Judaismus.
24. Die Gemeinschaft der Krischna.
25. Buddisten.
26. Moslems.

DIE BEKANNTESTEN VERTRETER TRANSKARPATIENS

Das größte Reichtum jeder Region sind die Menschen, die dort leben. Sie haben die Vergangenheit geprägt, sie werden die Zukunft beeinflussen. Alle Regionen der Welt haben ihre bekanntesten Vertreter. Unser Gebiet ist hier keine Ausnahme. Wir haben auch weltbekannte Wissenschaftler, Schriftsteller, Politiker und vor allem Künstler.
Wer? Was machte?
Adrella Mychajlo (1637-1730) Autor von religiösen polemischen Werken
Basylowytsch Ioanykij ( 1742-1821) Autor der ersten Werke in Geschichte der Region
Baludjanskyj Mychajlo (1769-1847) Erster Rektor der Universität Petersburg
Barabolja Marko (1910-1945) Schriftsteller-Satiriker
Batschynskyj Andrij (1732-1809) Bischof, Aufklärer, Herausgeber der 5-bändigen Bibel
Bokschaj Josyp (1891-1975) Gründer der transkarpatischen Kunstschule
Borschosch-Kumjatskyj Julij (1905-1978) Dichter und Pädagoge
Braschtschajko Julij (1879-1955) Erster Leiter der transakrpatischen Erklärung
Woloschyn Augustyn (1874-1945) Präsident der karpatischen Ukraine, Gelehrter, Pädagoge
Hadscheha Wasyl (1864-1938) Historiker, Priester, Pädagoge
Harajda Iwan (1905-1945) Historiker, Leiter des Wissenschaftsvereines Pidkarpatske
Hljuk Hawrylo (1879-1983) Bekannter Maler
Hrabar Ihor (1871-1960) Maler, Autor der Geschichte der russischen Kunst
Hrabowskyj Emil (1892-1955) Bekannter Maler
Hrendscha-Donskyj Wasyl (1897-1974) Bekannter Schriftsteller, Journalist
Hodynka Antonij (1864-1946) Rektor der Universität Bratislava, Historiker
Huza-Wenelin Jurij (1802-1839) Gründer der slavistischen historischen Schule der Bulgarienkunde
Demjan Luka (1894-1968) Transkarpatischer Schriftsteller und Volkenkundler
Dobrjanskyj Adolph (1817-1901) Aufklärer, Statthalter des russischen Districts
Dowhowytsch Wasyl (1783-1849) Philosof, erster transkarpatischer Akademiker
Dulischkowytsch Iwan (1815-1883) Bekannter transkarpatischer Historiker, Priester
Duchnowytsch Olexandr (1803-1865) Aufklärer, Pädagog, Schriftsteller und Volkenkundler
Dendjesch Ischtwan (1629-1704) Bekannter ungarischer Schriftsteller
Erdeli Adalbert (1891-1955) Gründer der transkarpatischen Kunstschule
Schatkowytsch Jurij (1855-1920) Historiker, Ethnograf, Übersetzer
Sador Desyderij (1912-1985) Bekannter transakarpatischer Komponist und Musikkündler
Sejkan Iwan (1670-1739) Erzieher des russischen Kaisers Peter II
Srini Ilona (1643-1703) Besitzerin von Mukatschewo, die einzige Frau, die vom türkischen Sultan einen Preis für die Mutigkeit bekommen hat
Karabelesch Andrij (1906-1964) Bekannter transkarpatischer Dichter
Kapschaj Anton (1921-1991) Bekannter Maler
Klotschurak Stefan (1895-1980) Leiter der Huzulenrepublik mit Zentrum in Jasinja
Kondratowytsch Irynej (1878-1957) Historiker, Vize-Präsident des Wissenschftsvereines Pidkarpatske
Korjatowytsch Fedir (?-1414) Fürst und Besitzer von Mukatschewo, Gründer des Klosters in Mukatschewo
Kozak Arsenij (1737-1800) Philosof, Dichter und Sprachforscher
Kozka Andrij (1911-1987) Bekannter Maler
Kralyzjkyj Anatolij (1834-1894) Schriftsteller, Historiker und Ethnograf
Kukolnyk Wasyl (1765-1821) Direktor des Gymnasiums für höhre Wissenschaften in Nischyn
Lehozkyj Tywodar (1830-1915) Historiker, Wissenschaftler, Archeologe, Ethnograf, Museumsgründer
Lelekatsch Mykola (1907-1975) Wissenschaftler, Historiker, Landeskundler, Bibliograf
Lintur Petro (1909-1969) Bekannter transkarpatischer Wissenschaftler, Volkenkundler
Lodij Petro (1764-1829) Dekan der Fakultät für Jura an der Universität Petersburg
Lutschkaj Mychajlo (1789-1843) Autor der Geschichte karpatischen Ruthenen
Manajlo Fedir (1910-1978) Bekannter Schriftsteller
Markusch Alexandr (1891-1971) Schriftsteller, Pädagoge, Journalist
Marton Ischtwan (1923-1996) Bekannter transkarpatischer Komponist
Matesonskyj Kostjantyn (1794-1858) Der Gründer des ersten Chors in Transkarpatien
Maschkin Mychajlo (1926-1971) Kompositor, Autor des Liedes Werchowyno, maty moja
Mytrak Alexandr (1837-1913) Schriftsteller, Ethnograf und Verfasser von Wörtetbüchern
Munkatschi Mychaj (1844-1900) Weltbekannter ungarischer Maler
Orlaj Iwan (1771-1829) Direktor des Gymnasiums für höhere Wissenschaften in Nyschin
Pavlowytsch Alexandr (1819-1900) Aufklärer, Schriftsteller
Pankewytsch Iwan (1887-1958) Sprachenerforscher, Gründer des Pädagogischen Vereines der Pidkarpatska Rusj
Pastelij Iwan (1741-1799) Historiker und Pädagoge
Patschowskyj Wasyl (1878-1942) Dichter, Historiker, Autor von Sribna Semlja
Pidhirjanka Marijka (1881-1963) Bekannte transkarpatische Dichterin
Potuschnjak Fedir (1910-1960) Dichter, Novellist, Archeologe, Ethnograf
Rakowsjkyj Iwan (1815-1855) Schriftsteller ,Publizist
Roschkowytsch Hnat (1854-1915) Bekannter Maler
Sabow Jewmenij (1858-1931) Verfasser von Lehrbüchern, Pädagoge
Swyda Wasyl (1913-1989) Bildhauer
Silwaj Iwan (1838-1904) Aufklärer, Schriftsteller, Dichter
Sowa Petro (1894-1984) Landeskundler, Historiker, Wissenschaftler
Stawrowskyj Popradow Jurij (1850-1899) Bekannter Dichter und Publizist
Strypskyj Hijador (1875-1946) Ethnograf, Historiker, Wissenschaftler
Tomtschanij Mychajlo (1914-1975) Bekannter transkarpatischer Schriftsteller
Fenzyk Jewhen (1844-1903) Bekannter Schriftsteller
Tschoüpej Wasyl ( 1856-1934) Philosof, Autor des Russisch-Ungarischen Wörterbuchs
Tschurhowytsch Iwan (1791-1862) Bekannter transakrpatischer Pädagoge
Scholtes Soltan (1909-1990) Bekannter Maler
Schtefan Awhustyn ( 1893-1986) Leiter von Sojm Karpatische Ukraina, Pädagoge

Zu verschiedenen Zeiten besuchten Transkarpatien weltbekannte Persönlichkeiten wie Bela Bartok ,der weltbekannte ungarische Komponist, Herman Bidermann , der österreichische Historiker, Mor Jokaji , der ungarische Schriftsteller und Romanist, Alexandr Ipsilanti, der griechische Revolutionär, Ferenz Kasinzi , der ungarische Dicher und Revolutionär, Lajos Kossut, der Anvführer der ungarischen Revolution von 1848, Iwan Olbracht, der tschechische Schriftsteller, Sandor Petöfi, der weltbekannte ungarische Schriftsteller, Ferenz Hewerdle , der ungarische Maler, Symon Chaloschi , der ungarische Maler, Mykola Sadowskyj , der ukrainische Theaterregisseur, Robert Maxwell , der bekannte Medien-Magnat, Olha Kobyljanska , die ukrainische Schriftstellerin, Hesed Spyra, einer der Köpfe des weltweiten Chasidismus, Rokuel Kent , der amerikanische Maler.

Eine längere Zeit war Transkarpatien mit den Namen bekannter europäischer Adelsgeschlechter verbunden: im 14. Jahrhundert die Roshoni (sie hatten die Ortschaft Dowhe im Besitz), Hunt-Pasmanj (Wyschkowo), Pereni (Sewljusch und 117 Dörfer), Dowhaji (Dowhe, Sojmy, Kuschnyzja, Wolowe, Silze, Irschawa, insgesamt 20 Dörfer), Drahusch (Solotwyno und andere 5 Dörfer), die Brüder Balka und Draha (Korolewo, Chust, Tjatschiw, Isa und 32 Dörfer den Fluss Tereblja entlang), Urmeseji (Maramorosch, 27 Dörfer), Bilkeji-Iloschwaji(Maramoros, 24 Ortschaften), Pohanj (die Dörfer im Flusstal Tereblja und Tereswa), Karatschyn (Bilky, Lyptscha, Horintschewo, Imstytschewo und Rakowez), Drugetti (Gebiet Uschhorod), Dowhaji-Petrowaji (35 Dörfer am Fluss Borschawa) und die Hunjadi (32 Dörfer und 2 Städte im Süden der Region). Im 12. bis 15. Jahrhundert waren noch Familien Teleki, Rakozi, Botschkaji, Staraji, Forhatschi, Barkowzi, Omodej, Aldarius, Stojaji, Wizmandi, Baschti und Apafi bekaunt. Im 14.-19. Jahrhundert gab es im Komitat Ung die Geschlechter von Aponi, Staraji, Barkozi, Petrowaji, Wizmandi, Ploteni und Pongraz, im Komitat Maramoros die Koroli, Teleki, Toldi, Kornisch, Stojko, Fischer, Rejti, Soplonzaji, Pohanj, im Komitat Ugocsa die Familien der Perenji und Lownjaji, im Komitat Bereg die Schönborns.